Herren 1 der Spielgemeinschaft TC Holzgünz/DJK Memmingen Ost verabschieden sich mit Sieg aus der Landesliga

Am letzten Spieltag der Saison wollten sich die Herren 1 der SG Haienbach-Günz vor eigenem Publikum noch einmal von ihrer besten Seite zeigen und die Spielzeit mit einem guten Gefühl abschließen. Nach den zwei klaren und zugleich ernüchternden Niederlagen in Eichenau sowie gegen Blutenburg München stand der Abstieg allerdings bereits vor Spielbeginn fest.

Zu Gast war die Mannschaft des TC Weilheim, die den Klassenerhalt bereits gesichert hatte und nicht in Bestbesetzung antrat. Diese Chance wollte das Team um Kapitän Simon Karrer nutzen, um endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.

In der ersten Einzelrunde konnte Routinier Christian Marz auf Position zwei bei seinem ersten Einzeleinsatz für die Herrenmannschaft direkt einen Sieg feiern. Beim 6:1, 7:5 hatte er lediglich in der Schlussphase etwas Mühe, dominierte die Partie ansonsten aber mit seinem kontrollierten und fehlerarmen Spiel. Simon Karrer wollte auf Position vier seine ansprechende Form der vergangenen Wochen bestätigen und sich endlich belohnen. Leider fand er zu selten zu seinem druckvollen Spiel und musste sich in einer ausgeglichenen Begegnung letztlich mit 3:6, 4:6 einem konstant auftretenden Gegner geschlagen geben.

Für Simon Lehmann war es auf Position sechs das Debüt in der Landesliga und gleichzeitig sein letztes Spiel für die Herrenmannschaft, da er in der kommenden Saison wieder für Erkheim aufschlägt. An dieser Stelle richtet die gesamte Mannschaft noch einmal ein herzliches Dankeschön an ihn: „Es war eine geile Zeit.“ Sportlich konnte er seine Leistung an diesem Tag nicht wie gewohnt auf den Platz bringen und unterlag einem starken Gegner in zwei Sätzen. Somit lag die SG nach der ersten Einzelrunde mit 1:2 zurück.

In der zweiten Einzelrunde leitete Timo Herold auf Position drei die Wende ein und sicherte sich mit einem souveränen 6:1, 6:2 seinen ersten Saisonsieg. Damit belohnte er sich für seine couragierten Leistungen während der gesamten Saison. In vielen Partien war er dicht am Erfolg, doch häufig fehlte das nötige Quäntchen Glück. Diesmal passte alles zusammen: Mit einem starken Aufschlag und einer druckvollen Vorhand dominierte er seinen Gegner von Beginn an.

Parallel dazu sorgten Noah Stiegeler und Lucas Schneider für die Vorentscheidung und erhöhten auf 4:2. Lucas Schneider gewann nach einem zähen Beginn am Ende deutlich mit 6:3, 6:0 und feierte damit seinen dritten Einzelsieg der Saison. Angesichts der Tatsache, dass er die gesamte Saison auf der Spitzenposition der Mannschaft spielte, ist das eine tolle Bilanz. Besonders bemerkenswert: Von seinen vier Niederlagen entschied sich allein drei erst im Matchtiebreak, ein Beleg dafür, wie nah er selbst gegen die stärksten Gegner der Liga immer wieder am Erfolg war.

Noah sicherte sich mit einem abgeklärten 6:4, 6:4 bereits seinen vierten Einzelsieg der Saison. Damit weist er nicht nur eine positive Einzelbilanz auf, sondern sammelte auch die meisten Punkte für die Mannschaft. Über die gesamte Saison überzeugte er mit kontrolliertem Offensivspiel, taktischer Reife sowie großem Kampfgeist, Nervenstärke und Ausdauer – Eigenschaften, die ihn zu einem äußerst unangenehmen Gegner machten.

Mit der 4:2-Führung im Rücken wollte sich die Mannschaft den Heimsieg in den Doppeln nicht mehr nehmen lassen und stellte drei schlagkräftige Paarungen auf. Schnell zeichnete sich im zweiten Doppel mit Timo Herold und Christian Marz der entscheidende Punkt ab. Mit einer souveränen Vorstellung gewannen sie klar in zwei Sätzen und sicherten der SG den vorentscheidenden fünften Punkt.

Im dritten Doppel zeigten Noah Stiegeler und Simon Lehmann eine engagierte Leistung und hielten die Partie bis zum Schluss offen, mussten sich jedoch knapp mit 4:6, 4:6 geschlagen geben. Das erste Doppel mit Simon Karrer und Lucas Schneider setzte schließlich den Schlusspunkt. Mit einer konzentrierten Leistung gewannen sie verdient mit 6:3, 7:5 und stellten den Endstand von 6:3 her.

Entsprechend groß waren Freude und Erleichterung über den lang ersehnten ersten Saisonsieg. Nach einer schwierigen Spielzeit gelang es der Mannschaft, sich mit einem Erfolgserlebnis aus der Landesliga zu verabschieden.

Mit sechs Niederlagen und einem Sieg beendet die SG die Saison zwar als Tabellenletzter und muss den Gang in die Südliga 1 antreten. Die Landesliga erwies sich insgesamt als noch eine Nummer zu groß. Nur einmal lag die Mannschaft nach den Einzeln mindestens gleichauf, und besonders in den Doppeln zahlte das junge Team immer wieder Lehrgeld. Gerade in den engen Begegnungen machte sich die fehlende Erfahrung auf diesem Niveau bemerkbar, sodass der Satz Da wäre eigentlich mehr drin gewesen nach vielen Spieltagen zutraf.

Trotz des Abstiegs hat die Saison die Mannschaft enger zusammengeschweißt. Teamgeist, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung waren in jedem Spiel beispielhaft. Auch wenn die sportlichen Ergebnisse oft ausblieben, war sich das Team in einem Punkt stets einig: Die SG war die coolste Truppe der Liga. Genau dieser Zusammenhalt und die Freundschaft innerhalb der Mannschaft machen Hoffnung, dass der direkte Wiederaufstieg gelingen kann.